Von Karen Wesselmann am 16.11.2018

FRESH-UP: Die „Stärken-Dusche“ für Führungskräfte

Kategorie:
Selbst-Management

Wenn uns die Anforderungen im Berufsalltag mal wieder zu überrollen scheinen, uns die Schnelligkeit der Veränderung das Gefühl gibt, trotz Tempo 180 doch nicht ans Ziel zu kommen, dann ist es Zeit für eine „Stärken-Dusche“ unter Kollegen. Denn mit diesem Gefühl sind Führungskräfte und Projektmanager nicht allein. Egal, welcher Herausforderung sie gerade gegenüberstehen: Sich anderen zu öffnen, gemeinsam zu reflektieren, voneinander zu lernen und gestärkt zurückzukehren in den Alltag – das zeichnet die „FRESH-UP“-Workshops aus. Zwei, die wissen, wie wertvoll der kollegiale Austausch ist, sind Holger Goray und Christian Boll. Gemeinsam mit Annette Tillmann und Michael Westphalen bilden sie ein Fresh-up-Team – seit mehr als vier Jahren. 

Was damals als einmaliges FRESH-UP zur kollegialen Beratung begann, hat sich zu einem festen Bestandteil im Leben der Führungskräfte entwickelt. Inzwischen hat die Gruppe ihr zehntes Treffen gefeiert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus unterschiedlichen Orten und Berufsfeldern und kommen zum Fresh-up für einen Tag in Düsseldorf zusammen. Als Coach mit dem Fokus Führung schaffe ich den Rahmen für Vertrautheit, Mut und Inspiration. Konkret heißt es, dass ich eine Brücke zum letzten Termin baue, Themen und Anliegen des Tages strukturiere, Impulse und mein Methodenrepertoire – wo sinnvoll – einsetze. Die Balance zwischen „laufen lassen“ und „einfangen“ der Diskussionen zeichnen die Treffen aus und sind auch eine kontinuierliche Herausforderung für mich als Coach. 

Doppelt wertvoll: Für Teilnehmer und Unternehmen

„Die kollegiale Beratung ist ein Erfolgsfaktor, von dem alle profitieren“, sagt Holger Goray, Personalleiter bei der Commerzbank AG. „Der Mehrwert für mich und mein Unternehmen liegt auf zwei Ebenen: Zum einen fühle ich mich als Führungskraft gestärkt und gefestigt, bringe immer wieder neue Ideen zur Veränderung/ Optimierung mit und kann mich als Führungskraft durch viele Impulse entwickeln. Gleichzeitig wirke ich auch ein Stück weit als Multiplikator, habe schon in vielen Management-Teams kollegiale Beratung im weitesten Sinne initiiert.“

Auch Chistian Boll, Leiter des Geschäftsgebietes West bei der DAK Gesundheit, lässt keinen Fresh-up-Termin verstreichen. „Ich finde das Format klasse – gerade in Zeiten sich ständig verändernder Führungsanforderungen haben wir die Gelegenheit, uns branchenübergreifend auszutauschen. Die kollegiale Beratung zu Change-Prozessen, Führung in Zeiten der Transformation, digitalem Wandel und demografischen Herausforderungen stehen hierbei im Vordergrund. In unseren regelmäßigen Meetings wird deutlich, dass branchenübergreifend die ähnlichen Herausforderungen in der Mitarbeiterführung und -Motivation bestehen. Dies bildet die Basis für einen produktiven Erfahrungsaustausch mit dem Ziel, voneinander zu lernen.“ 

Doppelt erfolgreich: Dank Offenheit und Vertrautheit

Das Erfolgsgeheimnis dieser Treffen liegt in der Offenheit und Vertrautheit, mit der sich alle Beteiligten begegnen. Es gibt kein Konkurrenzdenken, keine Ellenbogenmentalität und keine Berührungsängste. Stattdessen betrachten alle den Austausch als Chance. „Ich muss gar nicht mehr überlegen, was ich jetzt von dem, was mich zur Zeit bewegt, sagen kann oder darf. Ich erzähle einfach und das tut gut“, sagt Holger Goray. „Es war für mich jedes Mail überraschend, wie viele Aspekte von den anderen Teilnehmern geäußert wurden, obwohl die von mir beschriebene Situation ja im Vorfeld nicht bekannt war. Das ist für mich auch ein Zeichen großer Empathie.“   

Neben dem branchenübergreifenden Austausch bereichern die Perspektiven des jeweils anderen Geschlechts sowie das offene Wort die Gespräche. Annette Tillmann, Finanzvorstand bei der Itec, sagt: „Es wird einem von anderen Führungskräften in einem geschützten Raum auch gesagt, wenn man eigene Ideen und Standpunkte noch einmal kritisch hinterfragen sollte. Dieses Erlebnis hat man ab einer gewissen Führungsebene viel zu selten, zumal dies beim FRESH-UP mit neuen Ideen und Denkanstößen gepaart ist. Das ist extrem wertvoll.“

Für Michael Westphalen, Ressortleiter bei der Frankfurter Sparkasse, ist jedes Treffen wie „ein Besuch bei besonders guten Freunden“. Er sagt: „Ich darf einfach da sein, alles mitbringen, was mich beschäftigt, muss nichts darstellen, sondern darf Rat suchen und geben und komme jedes Mal bestärkt in das Alltagsleben zurück.“ Im Dezember trifft sich die Gruppe zum nächsten FRESH-UP. Verschieben kommt für das Team trotz vorweihnachtlichem Stress nicht in Frage – viel zu wichtig ist ihm Raum für Führung, Raum für Motivation, Raum für die nächste Stärken-Dusche. 

FRESH-UP  zum Kennenlernen

Suchen auch Sie einen Ort, um Energie zu tanken und gemeinsam über Branchen hinweg neue Impulse aufzunehmen? Dann schauen Sie doch bei unserem nächsten FRESH-UP Termin vorbei! Am 31. Januar 2019 mit dem Fokus „Führungspraxis für Managerinnen“. Der ganztägige Workshop bei Raum Für Führung in Frankfurt bietet Raum für die Herausforderungen des Arbeitsalltags. Er richtet sich dieses Mal an weibliche Führungskräfte und Projektmanagerinnen und findet in streng vertraulichem Rahmen statt. Sie profitieren vom Dialog auf Augenhöhe und können für sich prüfen, ob FRESH-UP  auch Ihren Führungs-Alltag erfrischt.

Ganz spannend wird unser neuestes FRESH-UP  „Lean & Agile“ am 22. Januar 2019 bei der sipgate GmbH  in Düsseldorf. 

Sie sind Führungskraft oder Projektleiter und haben Interesse an FRESH-UP? Dann freue ich mich sehr über Ihre persönliche Nachricht.

Welche Erfahrung haben Sie mit kollegialer Beratung gemacht? Wie profitieren Sie im Alltag? Ich freue mich auf den Austausch!

Ihre

KAREN WESSELMANN

Beraterin und Coach
Kooperationspartnerin Raum Für Führung