Von Raum Für Führung am 02.07.2020

Wenn der Kopf eine Pause braucht...

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In eigener Sache

…was machst du dann? Die Antworten unserer RF/F Kollegen auf diese Frage reichen von Soulpainting über die Kraft des Badens in kalten Waldseen bis hin zum aktiven Nichtstun. Klingt gegensätzlich? Funktioniert aber. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Michael Riermeier

Schlafen – ich versuche, sowohl mittags konsequent ein kurzes Nickerchen zu machen als auch abends einigermaßen zeitig ins Bett zu kommen. Mit 3 Kindern fängt der Tag natürlicherweise früh an und berufsbedingt ist sehr viel Kommunikation erforderlich. Umso wichtiger sind für mich Phasen der Ruhe und der Stille. Kein Input, keine Reize, nur den eigenen Atem hören und spüren. 

Ich erlebe so viele Kinder, aber auch Führungskräfte und Verantwortliche, die müde und ausgelaugt wirken, die literweise Kaffee in sich hineinschütten. Dabei sind wir aktuell mit allen Sinnen gefordert und sollten alles daransetzen, die Akkus aufzufüllen – und zwar nicht nur ein-bis zweimal im Jahr im Urlaub. Sondern täglich.

LINK zum Thema Schlafmangel. 

Nadine Gimbel

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen! Ich habe vor kurzem die „Kälteexposition“ für mich entdeckt. 

Als richtige Frostbeule war es für mich bisher undenkbar, morgens kalt zu duschen oder mich sonst irgendwie unnötig der Kälte auszusetzen. Dann begegnete ich der Wim-Hof-Methode (www.wimhofmethod.com), die auf Atemübungen und Kälteexposition basiert und faszinierende Effekte zeigt.

Seitdem dusche ich täglich mehrere Minuten kalt, schwimme in Naturseen und praktiziere Eisbäder für Hände und Füße – und habe große Freude an dieser Erfrischung für Körper und Geist!

Während und nach einer richtig kalten Dusche fühle ich mich belebt, der ganze Körper prickelt, alle stressigen Gedanken sind wie weggeblasen und ich bin voller Energie und stolz auf mich, dass ich mich überwunden habe. Nebenbei fördert die regelmäßige Kälteexposition die Gesundheit: entlastet das Herz, verbessert Blutdruck und Durchblutung und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus…

Was will man mehr – für diesen besonderen Sommer, der uns erwartet?!

Soulpainting Nathaly Parker

Wenn mein Kopf mal Pause braucht, dann tauche ich ab in die Welt der Farben: Acryl oder Aquarell, Wasser, Papier.

Dann übernimmt mein Pinsel die Führung und ich male einfach „kopflos“ ohne zu überlegen, ohne zu bewerten und ohne konkretes Ziel. Ich lasse mich ein auf die Formen, Farben und das, was aus dem Innersten raus will: Soulpainting. Meine Seele malt ein Bild, oft mit besonderer Energie und Aussagekraft. Das einzige, worauf ich achte, bevor ich los male ist, dass ich mich in eine positiven Stimmung, also in Fülle versetze, manchmal durch Ausschütteln, oft durch Musik und tiefes Ausatmen.

Eine Übung, die für mich sehr gut funktioniert, ist, fiktive Geburtstagskerzen auszublasen: 7 x eine Torte (Anzahl Kerzen für mein Alter) auspusten, bis keine Luft mehr da ist. Danach ist mein Kopf leer, leer, leer und alle Kommentatoren darin haben Sendepause. Perfekt! Jetzt kann der Pinsel tanzen.

Probieren Sie es aus, das Kerzenauspusten und das Malen!

Viel Spaß wünscht Ihnen Nathaly Parker!

 

Karen Wesselmann

Zur Entspannung höre ich gerne Podcasts. Der Wert von Wertschätzung ist mir kürzlich in diesem Podcast über den Weg gelaufen: "Wertschätzung - Anerkennung auf Augenhöhe".

Ich finde, immer wieder werthaltig. Viel Spaß beim Reinhören!

Kirsten Schmiegelt

Wenn ich eine Pause brauche, muss ich nach draußen in die Natur gehen, am liebsten in den Wald oder an einen See. Durchatmen, die ruhige, aber starke Energie des Waldes spüren und wandern, oder einfach aufs Wasser blicken und abschalten. Passend dazu mein Buchtipp: Kathrin Heckmann: Fräulein Draußen. 

Sommer 2020 und bella Italia Simone Thomßen

Ich liebe Italien und wenn ich nicht dort sein kann, hole ich mir Italien nach Hause. Zum Beispiel mit dem Kochbuch „Die echte italienische Küche", halb Kochbuch, halb Reiseführer.

Wenn ich nicht selbst kochen möchte, gehe ich italienisch essen. Zum Beispiel in Hamburg bei „Trattoria da Enzo" oder „Trattoria due da Enzo". Spaghetti aus dem Parmesanlaib, großartig – einfach großartig.

http://www.trattoria-enzo.de/

Und da ich Italien liebe, lerne ich italienisch mit „babbel", einem großartigen Lernprogramm wie ich finde. Denn ich kann lernen, wann ich Lust dazu habe, es ist auch intelligent aufgebaut mit vielen Wiederholungsschleifen. Zudem lernt man damit Sprechen, Schreiben und Hören. https://de.babbel.com/

Andrea Gazzetto

Am Wochenende habe ich einen Namen für meine Entspannungsmethode gelernt: Niksen.

Einfach dasitzen und in den Garten schauen oder auf der Couch herumliegen. Nach anfänglichem Nichtdenken und kompletten Herunterfahren, gehen meine Gedanken nach einer Weile auf Wanderschaft. 

Meine Tage sind sehr durchgetaktet und geplant, deswegen gönne ich mir fast täglich eine kurze Einheit Nichtstun, am Wochenende und im Urlaub sind die Slots länger. Danach fühle ich mich ausgeruht und entspannt.

Immer noch den Satz der sehr geschätzten Kindergarten-Erzieherin meiner Tochter im Ohr „Aus Langeweile entsteht Kreativität“, ist dies ein positiver Nebeneffekt: Mir kommen beim Gedankendurchwandern ganz viele neue Ideen oder Impulse für Lösungen und Umsetzungen.

Und da es nicht nur kreativ ist, sondern – wie ich nun weiß – auch ein neuer Lifestyle-Trend, kann ich mich ganz ohne schlechtem Gewissen und noch mehr als vorher für das süße Nichtstun begeistern.

Einen schönen Sommer und für alle, die es ausprobieren wollen: Viel Spaß beim Niksen.

Ein Buch, was ich gerade zu dem Thema gefunden habe.