Von den Zuckerbäckern von Raum Für Führung am 29.11.2019

Aus der RF/F Weihnachtsbäckerei

Kategorie:
In eigener Sache

Was hat ein Wellensittich mit Lieblingsplätzchen zu tun? Das erfahren Sie in unserer Rezeptsammlung aus der RF/F Weihnachtsbäckerei. Unsere Kollegen haben uns nicht nur ihre Lieblingsplätzchen mit Rezepten verraten, sondern auch den Grund, warum ausgerechnet diese die Präferierten sind. 

Plätzchen gehören zu Weihnachten irgendwie dazu. Ob aus Schokolade oder mit Vanille, ob ausgestochen oder als Kugeln: wenn der Duft von Plätzchen in der Luft liegt, dann ist die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Alle Rezepte sind garantiert mehrfach ausprobiert und die entstandenen Ergebnisse aufgegessen worden.

Wir wünschen viel Spaß beim Backen! Und wenn Sie Fotos von den Ergebnissen aus den Rezepten haben, gerne senden an kontakt@rf-f.com.

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Weiche Schokoladenmakronen von Martina Onorato

Martina Onorato liebt den Geschmack von Schokolade und Gewürzen der Schokoladenmakronen und weil sie so schön einfach zu backen sind.

Rezept:

2 ganze Eier (M) mit
150 g Puderzucker schaumig schlagen
je 1 gute Messerspitze Kardamon, Nelke, Zimt und Muskat unterrühren
150 g zartbittere Schokolade schmelzen und wieder abkühlen lassen und abwechselnd mit
250 g  gemahlene Mandeln in die Ei-Zucker-Masse rühren
2 Eßl. Kirschwasser unterrühren.
Mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen und bei 150 Grad 10-15 min backen (sollen außen knusprig und innen weich sein). Da sie noch weich sind, solange sie warm sind, am besten auf dem Blech abkühlen lassen.

Quelle Foto: von unserer Kollegin Nadine Gimbel, die das Rezept bereits ausprobiert hat. Urteil: Sehr lecker!

Bärentatzen von Sabine Grupe

Eine sehr schöne Geschichte von Sabine Grupe, warum gerade die Bärentatzen ihre Lieblingsplätzchen sind: "Wie so oft rühren besonders eingeprägte Erinnerungen aus der Kinderzeit her. So verhält es sich auch mit meinen Bärentatzen. Und die haben zu tun mit unserem Kanarienvogel. Der büxte ab und zu von zu Hause aus, so dass meine Schwester und ich ihn wieder einfangen mussten. Wir wussten genau, wo er zu finden war. Regelmäßig saß er beim Dorfbäcker auf dem Fenstersims und erfreute sich an den Wohlgerüchen, die aus der Backstube zu ihm herüberströmten. Mit ein paar Krümeln schafften wir es, ihn zurück in seinen Käfig zu locken und nahmen ihn wieder mit nach Hause, nicht ohne vom Bäckermeister – das gehörte zum festen Ritual – jede eine Bärentatze in die Hand gedrückt zu bekommen. Und die schmeckte ganz wunderbar." 

Rezept:

3 Eiweiß steif schlagen
125 g Schokolade klein hacken
250 g Mandeln mit der Schokolade mischen
250 g Zucker, 1 Prise Nelken, 1 Prise gemahlenen Kardamon, 2 Eßl. Kakaopulver und die abgeriebene Schale einer halben Zitrone mischen.
Alles zusammen unter den Eischnee heben. Mit einem Kaffeelöffel kleine Kugeln abstechen und auf einem mit Backpapier belegtem Blech ein bisschen platt drücken (vorn etwas platter als hinten). Über Nacht an einem kühlen trockenen Ort lagern. Am nächsten Tag im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Heißluft 160 °C) ca. 15 Min. backen. Nach dem Auskühlen halb in aufgelöste Zartbitter-Kuvertüre tauchen und vorn die Klauen einritzen.

"Ganzjahresplätzchen" von Klaus Leeder

Weil es Klaus Leeder's Lieblingsplätzchen sind: Das Rezept ist von meiner ehemaligen Arbeitskollegin aus Mainz. Die Plätzchen sind schnell zu bereitet, schnell gebacken und genauso schnell gegessen. Und: es sind Ganz-Jahres-Plätzchen, d.h. man kann Sie das ganze Jahr über backen und essen. Auch zu Weihnachten.

Rezept:

250 g Butter
250 g Zucker
250 g Kartoffelmehl
250g Weizenmehl
2 Eier
Alle Zutaten gut durchmischen und zu einem Teig kneten. Dann Kügelchen daraus formen und auf das Backblech setzen. Dabei bitte Abstand lassen, da diese Kügelchen verlaufen. 7 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 175 Grad backen.

Knusprige Haferflocken-Karamellkekse von Kai Sonntag

Diese Haferflockenkeksvariante enthält wenig Mehl und ist daher super knusprig. "Sie sind einer meiner Lieblingskekse, da sie so herrlich knuspern und karamellig sind.", begründet Kai Sonntag sein Plätzchenempfehlung. 

Rezept:

150 g weiche Butter 
20 g Milch
150 g brauner Zucker
60 g hellen Zuckerrübensirup - Karamell
1/2 TL Salz
50 g zarte Haferflocken
40 g kernige Haferflocken
125 g Mehl
1/4 TL Weinstein – Backpulver
Butter, Milch, brauner Zucker, Sirup und Salz in einem Topf fünf bis sieben Minuten auf kleiner Stufe aufkochen. Restliche Zutaten hinzugeben und gut mischen, so dass alles eine homogene Masse ergibt. In der Zeit den Backofen auf 180° O/U-Hitze vorheizen und dann geht´s mit der noch lauwarmen Teigmasse weiter. Mit zwei Teelöffeln kleine Klekse mit ausreichendem Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Kekse ca. 8 Minuten goldbraun backen, bis die Ränder goldbraun sind. 

Gingerbread Cookies von Kirsten Schmiegelt

Kirsten Schmiegelt mag die Gingerbread Cookies deshalb so gern: "Diese Plätzchen sind aromatisch, nicht zu süß und duften einfach nach Weihnachten." 

Rezept:

350 g Mehl, 1 Tl. Backpulver, ½ Tl Natron, je 1 Tl. Lebkuchenpulver, Zimt und Ingwerpulver vermischen.
110 g weiche Butter mit 110 g Zucker schaumig schlagen und 1 Ei und 120 ml Zuckerrübensirup dazugeben.
Mehlmischung nach und nach zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie einwickeln und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Ausrollen, Plätzchen ausstechen und bei 190 Grad Heißluft 5-7 Minuten backen.
Nach Belieben verzieren.

Dominosteine von Ilka Nofz

"Ich mag Dominosteine so gerne, weil man die so schön „Lage für Lage“ (Marzipan, Gelee, Lebkuchen) essen kann und überall auch noch Schokolade dabei ist. Und ich muss gestehen, dass ich sie immer kaufe – aber hier ist ein Rezept, was ich gefunden habe:"

Zutaten für Springformdurchmesser 24/26/28 cm, für ca. 52/68/76 Dominosteine:

Für den Lebkuchenboden:
50 g Zitronat
2 Eier
125 g Zucker
2 Tl Lebkuchengewürz
1 Tl Kakao
1/2 Tl Hirschhornsalz
200 g Weizenmehl Type 405

Für das Fruchtgelee:
375/450/500 g Aprikosenkonfitüre
100/110/120 ml Wasser
Agar-Agar, z.B. "Agartine", Menge entsprechend 6/7/8 Blatt Gelatine (ist auf der Agar-Agar-Packung beschrieben)

Für die Marzipanschicht:
100/110/120 g Puderzucker
300/350/400 g Rohmarzipan
1 Esslöffel Rum oder Kirschwasser bei Belieben

Für den Schokoladenüberzug:
350/450/500 g dunkle oder helle Schokoladenkuvertüre
30/40/50 g Kokosfett, z.B. Palmin

Die Dominosteine bestehen aus drei Lagen: Lebkuchen, Fruchtgelee und Marzipan. Bei diesem Dominosteine-Rezept wird die Lebkuchenschicht in einer Springform gebacken. Für die Fruchtschicht wird Aprikosenkonfitüre püriert, mit Agar-Agar aufgekocht, und in die Springform gegossen. Agar-Agar ist ein Geliermittel wie Gelatine, es hat aber den Vorteil, dass das Fruchtgelee nach dem Erkalten sofort fest wird. Meist steht das Agar-Agar im Supermarkt neben der Gelatine. Ein Handelsname ist zum Beispiel "Agartine". Je nach der Zusammensetzung hat das Agar-Agar unterschiedliche Gelierkraft. Auf der Agar-Agar-Packung ist normalerweise angegeben wie viel Blatt Gelatine das Agar-Agar entspricht.

Das Marzipan wird mit etwas Rum oder Kirschwasser verfeinert. Die Schokoladen-Kuvertüre wird für die Dominosteine mit Kokosbutter verrührt, damit die Schokoladenschicht wie bei gekauften original Dominosteine möglichst dünn wird.

Die Dominosteine sollten, wie die originalen Dominosteine, etwa 25x25x23 mm groß werden. Die Zutatenmengen und die Anzahl der Dominosteine hängen vom Durchmesser ihrer Springform ab. Im Rezept sind die Mengen für die drei gebräuchlichen Springform-Durchmesser angegeben.

Engelsaugen von Sabine Kernbach

Warum Engelsaugen? "Meine Tochter und ich lieben es, diese Plätzchen zu backen und zu naschen. Ausserdem sehen sie mit Puderzucker bestäubt einfach reizvoll aus."

Rezept (für 30 Stück):

0,5 Zitronen (Bio)
150 g Mehl
100 g Butter (kalte)
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
1 Beutel Pistazien (gehackt, 25 g)
30 g Cranberry
100 g Himbeergelee (oder Johannisbeergelee)
Puderzucker (zum Bestäuben)

Zubereitung
1.Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen.
2.Die Zitrone heiß abspülen, mit einem Tuch trocken tupfen und die Schale rundherum fein abreiben.
3.Zitronenschale, Mehl, Butterflöckchen, Puderzucker, Salz, Eigelb und Pistazien zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten.
4.Den Teig mit den Händen zu etwa kirschgroßen Kugeln rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit dem Finger in jede Teigkugel ein tiefes Loch drücken und in die Mulde je eine getrocknete Cranberry hineinlegen.
5.Das Fruchtgelee mit einem Schneebesen glatt rühren und in einen kleinen Gefrierbeutel geben. Den Beutel gut verschließen und eine kleine Ecke vom Beutel abschneiden.
6.So viel Gelee auf jede Cranberry spritzen, dass das Loch knapp gefüllt ist. Im Ofen etwa 10-15 Minuten goldgelb backen.
7.Falls viel Gelee aus den Mulden beim Backen verdampft ist, noch etwas Gelee nachfüllen und die Plätzchen im ausgeschalteten Ofen und bei geöffneter Tür nachtrocknen lassen. Zum Servieren die Plätzchen eventuell dünn mit Puderzucker bestäuben. 

Saarländische Zimtwaffeln von Anja Wiebe

Warum Anja Wiebe diese Zimtplätzchen so sehr liebt? Ganz einfach...weil sie im Saarland geboren ist.

Rezept:
…für ca. 50 hauchdünne Zimtwaffeln

60 – 70 g Butter
125 g Zucker
2 Eier
2 TL Zimt
Abrieb von ½ Bio Zitrone
200 -250 g Mehl
½ TL Pfefferkörner

Zubereitung
Butter, Zucker und Eier mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.Pfeffer in einen Mörser geben und fein mörsern. Nach und nach das Mehl und die übrigen Zutaten hinzufügen. Damit der Teig gut durchkühlt, weil Du Kugeln formen musst, sollte er für ca. eine Stunde in den Kühlschrank. Danach daumendicke Kugeln formen und auf das heiße Waffeleisen legen und die Waffeln ausbacken. Für diese Spezialität gibt es extra Waffeleisen.

Pepparkakor (Pfefferkuchen) von Anja Benke

"Ich bin zur Hälfte Schwedin und daher lebe ich vor allen Dingen zu Weihnachten ein paar schwedische Traditionen – God Jul!"